Re: Sommer 2026
Verfasst: 19. November 2025 12:00
Moin, was sollen die Verantwortlichen in BRE tun (???) :
So, wie im Sommer die Kanaren, Fuerteventura wird dieses Jahr auch erst wieder ab Juli angeflogen! Palma und Antalya werden auch nicht durchgehend im Winter geflogen (außer PMI mit FR). Natürlich hat Bremen ein annehmbaren Liniensektor. Das Manko ist aber eben der Charter-/Ferienbereich. Dazu dann eben die an Verar...ung grenzende Pressearbeit Da werden neue Ziele hochgejubelt, wie letztes Jahr zum Beispiel Monastir oder Varna, die dann insgesamt acht mal angeflogen wurden. Varna ist dann übrigens dieses Jahr auch wieder raus. Griechenland boomt - nicht ab Bremen! Rhodos wird nur noch 1x/Woche geflogen, Heraklion mit -ach und krach- nun doch noch wieder 5x/Woche, Kos - wie alle anderen griechischen Ziele - Fehlanzeige.
Eine Aussage, die ich persönlich - ich kann es kaum anders ausdrücken - recht überheblich finde, insbesondere der letzte Satz wirkt regelrecht verletzend.maltorius hat geschrieben: ↑4. Dezember 2025 09:47Ich kann mich phasenweise köstlich amüsieren, wie halbjährlich zum Flugplanwechsel Ziele als NEU dargestellt werden, die nur z.B. im Sommerflugplan pausierten. Diese Ziele sind dann dermaßen unspektakulär, da von überall direkt erreichbar, werden aber wie eine Reise zum Mars angepriesen. Teilweise erhält man den Eindruck, veräppelt zu werden oder an mittelschwerer Demenz zu leiden.
Bremen hat bekanntlich einige Eigenschaften, die das Vermarkten von Strecken und die Gewinnung von Airlines erschweren: eine vergleichsweise kurze Bahn, beschränkte Betriebszeiten, kein privater Betreiber (Stichwort: Förderungen, Risikoübernahmen von Strecken), beschränktes Einzugsgebiet, Wirtschaftskraft usw. Das wurde dutzendfach hier thematisiert. Wir leben heute in Zeiten, da schauen Airlines noch auf einzelne Cent-Beträge pro Pax, weil die kumuliert über Wirtschaftlichkeit einer Strecke entscheiden. Und in denen Airlines regelrechte Pitches von Flughäfen verlangen und dann europaeweit entscheiden, wo für sie das beste Geschäft entsteht.maltorius hat geschrieben: ↑4. Dezember 2025 09:47Insgesamt muss man doch feststellen, dass BRE unattraktiv erscheint, wie ein ausgelarschtes Paar Schuhe. Im Bekanntenkreis sind bei mir min. 50% der Personen, die ab HAJ oder HAM fliegen. Kernaussage: Ab BRE fliegt ja nix und/oder wird nix angeflogen. Und so weit hergeholt ist das Ganze ja auch nicht.
Richtig - es ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich. Und der macht Sinn. Bremen ist aktuell sehr stark im qualitativen Hub-Verkehr. Und auch der ist nicht nur ein Selbstläufer, bedarf viel Pflege. Und die Früchte werden geerntet, beispielsweise durch Frequenzen und größeres Fluggerät. Klar, es gibt auch Rückschläge, wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich - es ist nunmal eine volatile Branche. Diese Rückschläge werden eher selten durch den Airport verursacht.
„ Wer regelmäßig die Treffen besucht, bekommt ein Verständnis und Gefühl, warum manche Dinge sind, wie sie sind. Und woran gearbeitet wird und was sich eher nicht ändern lässt.“Allerlei hat geschrieben: ↑4. Dezember 2025 11:47Eine Aussage, die ich persönlich - ich kann es kaum anders ausdrücken - recht überheblich finde, insbesondere der letzte Satz wirkt regelrecht verletzend.maltorius hat geschrieben: ↑4. Dezember 2025 09:47Ich kann mich phasenweise köstlich amüsieren, wie halbjährlich zum Flugplanwechsel Ziele als NEU dargestellt werden, die nur z.B. im Sommerflugplan pausierten. Diese Ziele sind dann dermaßen unspektakulär, da von überall direkt erreichbar, werden aber wie eine Reise zum Mars angepriesen. Teilweise erhält man den Eindruck, veräppelt zu werden oder an mittelschwerer Demenz zu leiden.So wie es formuliert ist, wird suggeriert, dass alles besser ginge - es nur nicht verstanden oder einfach "gemacht" würde. Bitte mal daran denken: auch am Flughafen werden diese Aussagen von jenen Menschen gelesen, die Du mit dem Thema ansprichst. Aber selbst wenn dem nicht so wäre, ich finde, Kritik muss möglich sein, aber sie kann auch sachlich bleiben. Nicht zuletzt deshalb, weil der Flughafen dankenswerter Weise den regelmäßigen Dialog mit Spottern und Airport Bremen-Interessierten aus diesem Forum hält. Wer regelmäßig die Treffen besucht, bekommt ein Verständnis und Gefühl, warum manche Dinge sind, wie sie sind. Und woran gearbeitet wird und was sich eher nicht ändern lässt.
An der Streckenentwicklung arbeiten Personen, die langjährige Ahnung von dem Geschäft haben, die Airlines und deren Kalkulationen verstehen, weil sie selbst dort gearbeitet haben. Am Marketing sind ebenfalls Profis dran. Mit Posts von "Wiederaufnahmen" & Co. werden nicht der fachkundige Airline-Freak oder Vielflieger (oder die immergleichen Stänkerer bei Facebook) angesprochen, sondern es ist Teil einer durchdachten, strategischen Gesamtkommunikation: da geht aus Gründen eine Pressemitteilung raus, Social Media wird bespielt, etc. Und damit werden Helga Mustermann und Otto Normalverbraucher angesprochen, die beim Frühstück eine kleine Notiz in der Kreiszeitung im Bremer Umland sehen und sich dann im besten Fall überlegen, im Januar mal zwei Wochen ab Bremen nach Lanzarote zu düsen. Und da ist dieser Impuls wichtig und richtig - und wird auch von den Airlines mindestens positiv bewertet, wenn es nicht vielleicht sogar vertraglich vorgegeben sein mag.
Ich bin mir sicher: neue Ziele oder Airlines anzukündigen, macht allen Beteiligten mehr Spaß, als einen Teebeutel nochmal ins Wasser zu hängen. Wenn es aber nichts Brandneues gibt, sollte auch nicht geschwiegen werden, ganz egal ob es das Ziel schon mal gab oder ob es nur eine geringe Frequenz oder Flugkette ist. Das wird nicht nur in Bremen so gemacht.
Bremen hat bekanntlich einige Eigenschaften, die das Vermarkten von Strecken und die Gewinnung von Airlines erschweren: eine vergleichsweise kurze Bahn, beschränkte Betriebszeiten, kein privater Betreiber (Stichwort: Förderungen, Risikoübernahmen von Strecken), beschränktes Einzugsgebiet, Wirtschaftskraft usw. Das wurde dutzendfach hier thematisiert. Wir leben heute in Zeiten, da schauen Airlines noch auf einzelne Cent-Beträge pro Pax, weil die kumuliert über Wirtschaftlichkeit einer Strecke entscheiden. Und in denen Airlines regelrechte Pitches von Flughäfen verlangen und dann europaeweit entscheiden, wo für sie das beste Geschäft entsteht.maltorius hat geschrieben: ↑4. Dezember 2025 09:47Insgesamt muss man doch feststellen, dass BRE unattraktiv erscheint, wie ein ausgelarschtes Paar Schuhe. Im Bekanntenkreis sind bei mir min. 50% der Personen, die ab HAJ oder HAM fliegen. Kernaussage: Ab BRE fliegt ja nix und/oder wird nix angeflogen. Und so weit hergeholt ist das Ganze ja auch nicht.
Richtig - es ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich. Und der macht Sinn. Bremen ist aktuell sehr stark im qualitativen Hub-Verkehr. Und auch der ist nicht nur ein Selbstläufer, bedarf viel Pflege. Und die Früchte werden geerntet, beispielsweise durch Frequenzen und größeres Fluggerät. Klar, es gibt auch Rückschläge, wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich - es ist nunmal eine volatile Branche. Diese Rückschläge werden eher selten durch den Airport verursacht.
Viele Airlines und damit einhergehend günstige Preise und dazu eine breite Zielauswahl, ich glaube, das fände jeder von uns toll. Der Charter-Markt in Bremen ist sehr endlich. Manche Ziele funktionieren hier auch nicht. Germania hat viel probiert - und viel sein gelassen. Und auch kleinere Versuche (Sun Air) sind gescheitert. Das ist heute unter gestiegenen Kosten nicht besser geworden. Ich persönlich halte es für richtig, nachhaltige Streckenentwicklung zu betreiben. Klar, ein Flug im ethnischen Verkehr ist für mich in vielen Fällen auch weniger interessant. Aber wenn sich damit langfristig Geld verdienen lässt, stabilisiert das den Flughafen. Auch wenn Emotionen dran hängen, es ist nunmal ein Geschäft.