Flugzeugmuseum für Bremen? Beitrag & Abstimmung im WK

Hier geht es um Neuigkeiten und Geschichten rund um den Airport Bremen.
Antares
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Flugzeugmuseum für Bremen? Beitrag & Abstimmung im WK

Ungelesener Beitrag von Antares » So 16. Dez 2018, 09:13

Moin!

Heute hat es ein Interview mit Bernd Hirsch im Weserkurier: Auf dem Weg zum Flugzeugmuseum https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 92233.html.

Das Thema finde ich sehr spannend, als eingeborener Bremer und zeitlebens Fliegereibegeisterter. Eine Lokalisierung am Flughafen bietet sich an. Daher schreibe ich das hier mal einfach 'rein...

Nur heute könnte man sich an der "Frage des Tages" des Weserkurier zu diesem Thema beteiligen: https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 92219.html (mit einem bemerkenswerk unpassenden Foto als Aufmacher...).

Was meint Ihr zu dem Thema?

Beste Grüße in die Runde und einen schönen 3. Advent allerseits!

Ulrich alias Antares

mapuyc
Flugkapitän
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Re: Flugzeugmuseum für Bremen? Beitrag & Abstimmung im WK

Ungelesener Beitrag von mapuyc » So 16. Dez 2018, 19:52

Ich finde, das Thema als Flugzeugmuseum zu kurz gegriffen. Auf jeden Fall sollte das Thema Raumfahrt mit einbezogen werden. Ebenso müßte der Windkanal von Focke dorthin verpflanzt werden und klar dürfte auch sein, dass dann die Junkers Bremen in ein solches Museum gehört.
Es spricht allerdings viel dafür, das Museum, dessen Aufbau vermutlich Jahre bis Jahrzehnte in Anspruch nehmen dürfte, um weitere verkehrliche und technische Abteilungen zu ergänzen. Dazu gehört zunächst mal das Thema Auto: Borgward, Lloyd, Mercedes haben eine lange bremische Geschichte, aber noch kein museales Zuhause(jedenfalls nicht in Bremen, die Schau in der Überseestadt könnte eine hübsche Einbeziehung erfahren). Klar sollte sein, dass es hierbei nicht bloß um eine reine Showveranstaltung gehen darf, sondern - ähnlich wie auch das Schiffahrtsmuseum - eine wissenschaftliche Begleitung finden muss, in der dann Sonderausstellungen zur Zukunft der Raumfahrt, der Luftfahrt und des Autofahrens aufbereitet und gezeigt werden können. Es gibt in Deutschland in diesem Rang m.W. nur 2 Museen, nämlich das Deutsche in München und das Deutsche Technikmuseum in Berlin. Sinsheim ist dagegen eine reine Schauveranstaltung ohne wissenschaftlichen Anspruch.
Ich sehe das Ganze also eher als Norddeutsches Museum für Verkehr und Technik, dem noch weitere Abteilungen wie Häfen und Schifffahrt (evtl. Fusion mit dem Hafenmuseum) sowie eine Industrieabteilung (Tabak-, Kaffee-, Baumwollverarbeitung usw.) hinzugefügt werden können. Auch das Bremer Rundfunkmuseum gehört dort hinein.
Mein Ansatz ist: Die verschiedenen technischen und luftverkehrlichen Schauansätze in Bremen müssen zentralisiert werden; alleine haben sie keine Chance beachtet zu werden.
So nahe es liegt, das Museum für Flugzeuge am Flughafen zu installieren: M.E. nicht der richtige Platz, zumal ich nicht wirklich wüßte, wo: Die Terminalzone muß für zukünftige Entwicklungen freigehalten werden, hat aber als einzige Zugang zum öffentlichen Nahverkehr, ohne den ein solches Museum nicht existieren kann. Auf der Rückseite des Flughafens fehlt eben dieser; das wäre dann auch schon Stuhr - geht gar nicht! Dazwischen lägen Airbus, Verein für Luftfahrt, DHL usw. Übrigens liegen die o.g. Museen in München oder Berlin auch nicht am Flughafen, trotz großer Luftverkehrsabteilungen.
Ein ideales Haus wäre das alte Postamt 5 am Bahnhof mit gigantischen Innenflächen, die nach und nach entwickelt werden könnnten, in ferner Zukunft sogar durch Überbauung der Gleise. Es wäre eine grandiose Museumssymmetrie mit dem Überseemuseum, zentral und damit bestens gelegen. Da Bremen chronisch pleite ist und das Ganze allenfalls teilfinanzieren kann, sollten Firmen wie Airbus, OHB, Lürssen, Daimler und andere als Mitträger in einem Verein, der die Gesamtträgerschaft übernehmen müßte, einbezogen werden. Kein Problem damit, wenn hierbei ein bisschen Werbung gemacht wird, solange die Objektivität und Wissenschaftlichkeit des Ganzen ungefährdet bleibt. Letztere könnte aus der Hochschule für Technik und der Seefahrtsschule entwickelt werden, teils haupt-, teils ehrenamtlich.
So entwickelt, könnte es ein unglaublicher Magnet für diese Stadt werden.....

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